Die Klimakrise ist eine existenzielle Bedrohung der Menschheit und zugleich die größte Gefahr für die menschliche Gesundheit. Und: Es bleibt uns nur noch wenig Zeit zu handeln.
Als Ärzt*innen, Pflegekräfte, Therapeut*innen, Studierende und Auszubildende der Gesundheitsberufe und Beschäftigte im Gesundheitssektor haben wir eine besondere Verantwortung. Wir müssen deutlich machen, dass es sich hier um einen medizinischen Notfall handelt: Ein intaktes Klima und Ökosystem sind unabdingbare Voraussetzungen für menschliche Gesundheit und Wohl­ergehen. Wir müssen für Klimaschutz aktiv werden – persönlich, beruflich, gesellschaftlich, politisch.
Wir treten dafür ein, dass die „Behandlung“ der Klimakrise und ihrer Folgen für die Gesundheit eine zentrale Aufgabe des Gesundheitssektors wird,
die Ziele des Pariser Abkommens und der 1,5°C‑Begrenzung eingehalten werden,
Deutschland bis 2035 klimaneutral wird,
die gesundheitlichen Auswirkungen des Klimawandels bei sämtlichen Klimaschutzmaßnahmen berücksichtigt werden,
das Thema Klimawandel und Gesundheit in den Curricula der Aus-, Fort- und Weiterbildungen der Gesundheitsberufe verpflichtend verankert wird.